KUONI. Eine Meldung aus Grossbritan-nien verleitet zu Spekulationen: Peter Rothwell, stellvertretender Chef von Tui Travel, hat das deutsch-britische Unternehmen auf Ende 2007 verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, wie es in einem Communiqué von Tui Travel heisst. Ob diese Herausforderungen Rothwell in die Schweiz an die Spitze von Kuoni, dem grössten Schweizer Reiseveranstalter, führen könnten? Bei Tui Travel wollte man den Abgang im Management nicht kommentieren. Auch Kuoni-Sprecher Peter Brun sagt auf Anfrage nur: «Es gilt, was wir Mitte Dezember 2007 kommuniziert haben.»

VR sucht «externen Nachfolger»

Anlässlich des abrupten Abgangs von Kuoni-CEO Armin Meier Mitte Dezember hiess es in einer Mitteilung, der Verwaltungsrat (VR) unter der Führung von Präsident Henning Boysen suche einen «externen Nachfolger».Auf den ersten Blick spricht einiges für Rothwell. Der 47-Jährige spricht fliessend deutsch und kennt den kriselnden britischen Markt aus dem Effeff. Er war 2001 CEO der Tui-Tochter Thomson Travel Group. Für den Kuoni-VR ist klar, dass die mit Meier eingeschlagene Strategie umgesetzt werden soll. Das heisst: Von Länder- in Spartenorganisation restrukturieren und im Premiumsegment in kleinen Schritten wachsen. Zudem will man weiter unabhängig bleiben – dies, obwohl der tiefe Aktienkurs für potenzielle Käufer, wie die oft genannte Thomas Cook, attraktiv ist. Übernahmespekulationen, die die Suche eines neuen CEO für den Dänen Boysen nicht einfacher machen.