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Belastung
Italien droht Verlust von Monte-Paschi-Milliarden

Monte dei Paschi: Älteste Bank der Welt in schweren Turbulenzen. Keystone

Die fast 4 Milliarden Euro zur Rettung der Krisenbank Monte dei Paschi können der italienischen Regierung zu einem guten Teil verloren gehen. Darauf weisen Signale im ausserbörslichen Handel hin.

Veröffentlicht am 25.08.2017

Italien steuert nach ersten Signalen von den Märkten bei der Rettung der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena auf einen milliardenschweren Buchverlust zu. Der ausserbörsliche Handel mit Aktien des Traditionshauses aus der Toskana deutet nach Angaben von Händlern und Fondsmanagern darauf hin, dass die Regierung in Rom mehr als 30 Prozent ihrer Investition von knapp 3,9 Milliarden Euro verlieren könnte.

Die Marktteilnehmer sagten am Donnerstag, Monte-Paschi-Papiere würden vor der offiziellen Wiederaufnahme des Börsenhandels zu 4,14 bis 4,35 Euro pro Stück den Besitzer wechseln. Der Staat hatte im Juli 6,49 Euro bezahlt. Er strebt aber ein langfristiges Engagement an, so dass der Verlust vorerst nicht realisiert werden dürfte.

Aufhebung der Börsensperre im Herbst angestrebt

Die Papiere der ältesten noch tätigen Bank der Welt werden seit Dezember nicht mehr offiziell an der Mailänder Börse gehandelt. Das viertgrösste Institut des Landes strebt eine Aufhebung der Sperre im Herbst an. Monte Paschi ächzt unter einem Schuldenberg und hat Jahre des Missmanagements und fehlgeschlagener Zukäufe hinter sich. 

(reuters/me/ise)

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