Der Verlust der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena fiel mit 279 Millionen Euro deutlich geringer aus als noch vor einem Jahr, als das Minus 1,6 Milliarden Euro betragen hatte.

Analysten hatten der ältesten Bank der Welt jedoch mehr zugetraut und im Durchschnitt einen Verlust von nur 150 Millionen Euro erwartet. Grund für die Entwicklung sind höhere Abschreibungen auf faule Kredite, die Monte Paschi wie andere Bankhäuser Italiens vornehmen musste.

Den Angaben vom Mittwoch zufolge schrieb die drittgrösste Bank Italiens im Quartal 545 Millionen Euro ab. Das sind 12,5 Prozent mehr als im Quartal zuvor. Die Kernkapitalquote (Core Tier 1) betrage dank Staatshilfen 11 Prozent.

Umstrittene Transaktionen haben die Bank vergangenes Jahr knapp eine Milliarde Euro gekostet. Nur mit Hilfen des Staates konnten die Löcher in der Kapitaldecke geschlossen werden.

(tke/sda/awp/reuters)