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Steuern
Italiens Finanzpolizei nimmt Glencore ins Visier

Konzernchef Ivan Glasenberg: Sein Unternehmen sieht sich im Einklang mit den Gesetzen. (Bild: Keystone)

Der Rohstoffriese bekommt Probleme bei seiner sardischen Tochter Portovesme. Die italienischen Behörden prüfen den Vorwurf illegaler Steuervermeidung.

Veröffentlicht am 10.06.2013

Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore Xstrata ist ins Visier der italienischen Finanzpolizei gerückt. Der Vorwurf lautet auf illegale Steuervermeidungspraktiken über Transferpreise mit dem sardischen Metallproduzenten Portovesme, der von Glencore kontrolliert wird. Das Volumen der Steuervermeidung wird in diversen Medienberichten mit 120 Millionen Euro beziffert.

Laut Finanzpolizei wurde das Steuervermeidungssystem durch Transferpreise organisiert, wobei das Unternehmen von der Mutter mit Sitz in der Schweiz Rohmaterialien zu einem überhöhten Preis gekauft habe. Seit seiner Gründung habe das sardische Unternehmen keine Gewinne ausgewiesen, sondern nur Steuerverluste.

Glencore bestätigte in einer Stellungnahme, dass die zwischengesellschaftlichen Transaktionen Gegenstand einer Untersuchung der italienischen Steuerbehörden sind. Das Unternehmen hält aber gleichzeitig fest, dass sämtliche Transaktionen in Übereinstimmung mit der geltenden Gesetzgebung stattgefunden hätten. Portovesme arbeite eng mit den Behörden zusammen, um einen raschen Abschluss der Untersuchungen zu ermöglichen, so Glencore.

(tno/sda)

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