Die italienische Bank Unicredit könnte einem Bericht zufolge noch mehr Stellen streichen als zuletzt befürchtet. Es stünden 12'000 Stellen auf dem Spiel, berichtete das «Handelsblatt» am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise. Zuletzt wurde über den Abbau von mindestens 10'000 Arbeitsplätzen spekuliert. Bei der deutschen Tochter HypoVereinsbank (HVB) soll es bei der Ankündigung der neuen Strategie der Bank allerdings beim Abbau der zuletzt kolportierten 1200 Stellen bleiben. Unicredit hatte zuletzt rund 127'000 Mitarbeiter.

Der seit fünf Jahren amtierende Chef Federico Ghizzoni will am kommenden Mittwoch seine Pläne für den Umbau der Bank vorstellen und steht dabei unter Druck der Investoren. Seit seinem Amtsantritt Ende September 2010 fiel der Kurs der Aktie um rund die Hälfte und damit deutlich stärker als der Branchenindex.

Kapitalregeln belasten

Die grösste italienische Bank kämpft wie die meisten Konkurrenten mit neuen Auflagen, zu wenig Kapital zu hohen Kosten und einem sich stark verändernden Geschäft. Auch andere Institute wie zum Beispiel die Deutsche Bank streichen aus diesem Grund Tausende von Arbeitsplätzen

(awp/dbe/ama)

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