Lagardes Personalentscheid zugunsten des Chinesen wird als Hinweis darauf gesehen, dass der IWF der zunehmenden Bedeutung Chinas in der Weltwirtschaft Rechnung tragen will. Der 58-Jährige Min war Sonderberater des zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn.

Zugleich teilte Lagarde mit, der Berater von US-Präsident Barack Obama, David Lipton, werde Nachfolger des bisherigen 1. IWF-Vizepräsidenten John Lipsky. Dieser wird Ende August seinen Posten aufgeben, jedoch Lagarde weiterhin als Berater zur Seite stehen.

Durch die Ernennung Liptons bleibt es bei der bisherigen Verteilung der Ämter: Den IWF-Vorsitz hält ein Europäer, während der 1. Stellvertreter aus den USA kommt.

(cms/rcv/sda)