Die Welt des Online-Shoppings entwickelt sich in schwindelerregendem Tempo. Für die stärksten Zuwächse in der Schweiz sorgen dabei ausländische Handelsplattformen, die entweder in China beheimatet sind oder aber ihre Umsätze hauptsächlich mit dem Online-Vertrieb chinesischer Artikel erzielen.

Ganz vorne spielt im hiesigen Markt in dieser Hinsicht Aliexpress mit. Die Online-Handelsplattform aus dem Alibaba-Imperium von Jack Ma hat 2017 den Umsatz-Overdrive angeworfen. Wie aktuelle Zahlen der E-Commerce-Beratungsfirma Carpathia zeigen, konnte Aliexpress seine Umsätze hierzulande letztes Jahr um 115 Prozent steigern.

Wish.com mit starkem Aufstieg

Damit rückt die chinesische Plattform in der Top Ten der stärksten B2C-Händler von Rang 8 auf neu Position 6 vor. Der US-amerikanische Webshop Wish, der zum grössten Teil von billiger China-Exportware lebt, macht einen Sprung von Rang 21 auf Platz 12.

«Der Online-Direkteinkauf in China ist bei Schweizer Konsumenten auf breiter Front angekommen», folgert Carpathia-Chef Thomas Lang, «das beweisen nur schon die explodierenden Paketmengen.»

Carpathia

Die umsatzstärksten Onlineshops.

Quelle: Carpathia
Anzeige

Langs Schätzungen beruhen auf Umfragen sowie Inputs von Paketmengen und Branchenexperten. Neben den Übersee-Versendern erstarkt auch Amazon.de zusehends; Carpathia taxiert den Invasor mittlerweile auf einen Schweizer Umsatz von 575 Millionen Franken, ein Plus von 100 Millionen gegenüber dem Vorjahr.

Migros stärkster Online-Konzern der Schweiz

Betrachtet man die Bewegungen im Schweizer Online-Markt durch die orange Brille, ergibt sich das gewohnte Bild: Migros und Coop dominieren. Rechnet man alle Online-Formate der beiden orangen Riesen zusammen, ergibt sich für die Migros ein Umsatz von 1,95 Milliarden Franken, bei Coop sind es 1,7 Milliarden.