Tepco braucht finanzielle Unterstützung und bekommt sie nun auch: Umgerechnet rund 22 Milliarden Franken erhält der Atomkraftwerksbetreiber für Reparaturen im havarierten AKW Fukushima. Wie die Nachrichtenagentur Jiji Press meldete, beschlossen dies die drei grossen Bankengruppen Sumitomo Mitsui Financial, Mizuho Financial und Mitsubishi UFJ Financial sowie die Stiftungen Sumitomo Trust & Banking und Chuo Mitsui Trust and Banking. Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's hatten kürzlich die Kreditwürdigkeit von Tepco herabgestuft.

Das Kernkraftwerk Fukushima ist seit dem Erdbeben am 11. März schwer beschädigt. Immer wieder kommt es zu Explosionen und Bränden, Radioaktivität tritt aus. Am Vormittag mussten alle Arbeiter an den Reaktoren 1 bis 4 vorübergehend in Sicherheit gebracht werden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Zuvor war schwarzer Rauch aus dem Reaktor 3 aufgestiegen. Tepco hatte bereits zuvor eingeräumt, bei der Wartung der Anlagen geschlampt zu haben.

Die japanische Notenbank (BoJ) hat indes erstmals nach dem Beben kein frisches Geld mehr in den Markt gepumpt. Es sei kein weiteres Tagesgeschäft aufgelegt worden, sagte ein Vertreter der Bank. Die BoJ sei aber bei Bedarf zum Handeln bereit. Grund für die Zurückhaltung sei das geringe Interesse an einem entsprechenden Liquiditätsangebots am Vortag. Am Dienstag hatte die Notenbank über kurzfristige Geschäfte weitere zwei Billionen Yen (rund 22 Milliarden Franken) zur Verfügung gestellt. Abgerufen worden seien aber nur 130 Milliarden Yen.

Anzeige

(laf/cms/tno/sda/awp)