Die japanische Notenbank hält an ihrer äusserst lockeren Geldpolitik fest. Wie erwartet beschloss die Bank of Japan am Freitag in Tokio einstimmig, den Kauf von Wertpapieren in Höhe von jährlich 60 bis 70 Billionen Yen (440 bis 514 Milliarden Euro) fortzusetzen.

Skeptischer als bisher äussersten sich die Währungshüter über die Exporte. Hier habe es Schwächen gegeben. Die Notenbank hält seit April vergangenen Jahres an einer extrem lockeren Geldpolitik fest. Japan will die Deflation überwinden, eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale fallender Preise und nachlassender Wirtschaftsleistung. Sie lähmte die Konjunktur über Jahre.

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Kritik an lockerer Geldpolitik wächst

Unterdessen werden die kritischen Töne gegen die lockere Politik lauter. Der Notenbankchef Indiens warnte angesichts der lockeren Geldpolitik in fast allen Industrieländern vor Vermögenspreisblasen und einer neuen Finanzkrise. «Wir nehmen die Gefahr eines weiteren Crashs in Kauf - und das zu einer Zeit, in der die Welt weniger in der Lage ist, die Kosten zu tragen», sagte Raghuram Rajan in einem am Donnerstag veröffentlichten Artikel im Fachblatt «Central Banking Journal».

(reuters/moh/gku)