Der Halbleiter-Hersteller Micronas hat im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz von 79,7 Millionen Franken erzielt und büsste damit im Vorjahresvergleich 17 Prozent ein. Der Betriebsgewinn (Ebit) beträgt 8,2 Millionen Franken im Gegensatz zu 6,9 Millionen Franken vor einem Jahr.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuern liegt der Gewinn bei 1,3 Millionen Franken, wie das auf Autoelektronik spezialisierte Unternehmen bekanntgab. Im ersten Halbjahr 2010 hatte noch ein Verlust von 4,3 Millionen Franken resultiert.

Das Erdbeben in Japan hat sich wie erwartet negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. So hatte Micronas (Aktienkurs Micronas) in Japan, wo das Unternehmen im 2010 46 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftete, seit März aufgrund von Produktionsausfällen bei Kunden Auftragsverschiebungen und einen Rückgang von Neuaufträgen zu verzeichnen.

Autozulieferer-Sparte leidet besonders

Nach einem guten ersten Quartal fiel deshalb der Umsatz im zweiten Quartal leicht. «Der Umsatz wird im dritten Quartal aufgrund der anhaltenden Japankrise am stärksten betroffen sein und wird sich voraussichtlich erst im vierten Quartal 2011 wieder erholen», wird Micronas-Chef Matthias Bopp im Communiqué zitiert.

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Die Autozuliefer-Sparte - das Micronas-Kerngeschäft - litt besonders unter der Katastrophe in Japan und kam auf einen Umsatz von 76,5 Millionen Franken, was einem Rückgang von sieben Prozent entspricht. Der Bereich Industrial entwickelte sich gemäss Bopp positiv.

Als Folge des temporären Nachfragerückgangs sank die Auslastung der Produktionsstätten in Freiburg im Breisgau auf 70 Prozent, nachdem sie im ersten Quartal noch bei 75 Prozent gelegen hatte. Dadurch wurden wieder mehr Mitarbeiter in Freiburg auf Kurzarbeit gesetzt.

An der Börse sank der Kurs der Micronas-Aktien aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Halbjahreszahlen. Nach einem Absturz im frühen Handel um fast 11 Prozent gegenüber dem Vorabend erholte er sich im Verlauf des Tages und schloss noch 2,6 Prozent im Minus.

(tno/cms/sda)