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Japan: Rettungsfonds für Autozulieferer

Auto- und Autozuliefer-Industrie haben durch die Erdbebenkatastrophe schwere Einbussen erlitten. (Bild: Keystone)

Die Japanische Entwicklungsbank greift den Autozulieferern unter die Arme: Für die von Erdbeben und Tsunami schwer getroffene Branche soll eine halbe Milliarde Franken bereitgestellt werden.

Veröffentlicht am 30.05.2011

Japan plant einen Rettungsfonds für seine notleidenden Autozulieferer. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP meldet, soll der Fonds mit 50 Milliarden Yen (528 Millionen Franken) ausgestattet werden.

"Die Katastrophe im Nordosten Japans hat die Zulieferkette der Autobauer schwer beschädigt und wir diskutieren eine finanzielle Unterstützung", sagte ein Verantwortlicher der Japanischen Entwicklungsbank.

Geplant ist demnach, die gesamte Summe an den Verband der Autozulieferer zu übergeben, dieser soll das Geld dann an Unternehmen der gesamten Zulieferkette verteilen, auch an kleine Unternehmen, die nicht mit staatlichen Stellen regelmässig in Kontakt stehen. Die 14 japanischen Autobauer stützen sich auf 800 wichtige Zulieferbetriebe.

Ein Erdbeben der Stärke 9,0 hatte im März den Nordosten Japans erschüttert, anschliessend verwüstete ein gigantischer Tsunami die Region. Zerstört wurden auch viele Fabriken, unter anderem von Zulieferern der Autoindustrie.

Die Industrieproduktion sank im März im Vergleich zum Februar um einen Rekordwert von 15,3 Prozent. Die beiden grossen Autobauer Toyota und Honda mussten ihre Produktion auf etwa die Hälfte zurückfahren.

(cms/sda)

 

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