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Japan verstaatlicht Fukushima-Betreiber Tepco

Japans Umwelt- und Nuklearminister in den Räumen von Tepco: Der Staat übernimmt die Kontrolle beim Konzern. (Bild: Keystone)

Ab hier übernimmt der Staat: Die Aktionäre des japanischen Fukushima-Betreibers Tepco haben für eine Kapitalspritze durch die Regierung gestimmt.

Veröffentlicht am 27.06.2012

Der Betreiber des japanischen Havarie-Reaktors Fukushima wird verstaatlicht. Die Aktionäre des finanziell angeschlagenen Energieversorgers Tepco stimmten für eine 1 Billion Yen (gut 12 Milliarden Franken) schwere Kapitalspritze der Tokioter Regierung.

Der japanische Staat übernimmt damit die Kontrolle über das Unternehmen, welches nach der Atomkatastrophe im März 2011 in Schieflage geraten war. Ein Erdbeben und ein anschliessender Tsunami hatten in Fukushima einen Super-GAU verursacht. In der Folge mussten Zehntausende Menschen ihre Heimat verlassen.

Es war die schwerste Atomkatastrophe seit dem Reaktor-Unglück im ukrainischen Tschernobyl im Jahr 1986. Die Gesamtkosten des Unglücks werden auf über umgerechnet über 100 Milliarden Dollar geschätzt.

(tno/chb/sda)

 
 
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