Die japanische Regierung will laut einem Pressebericht die Betreiberfirma des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima unter staatliche Kontrolle stellen. Sie plant, mehrere Billionen Yen in öffentlliche Fonds auf die Seite zu legen. Daraus soll Tepco die Entschädigungszahlungen an die Betroffenen der Atom-Katastrophe selbst im Falle einer Pleite leisten können. Dies meldete die Zeitung "Yomiuri Shimbun". Sonst drohe der Firma der Bankrott.

Der Aktienkurs von Tepco ist seit dem Erdbeben um 80 Prozent gefallen. Es werden zudem Schadenersatzforderungen in Höhe von zehn Billionen Yen (rund 109 Milliarden Franken) erwartet.

Die öffentlichen Fonds sollen in Form von zinslosen Anleihen angelegt werden, heisst es in dem Bericht. Eine gemeinsame Institution von Tepco und der japanischen Regierung kann die Fonds dann jederzeit in Bargeld umzuwandeln. Tepco ist zudem verpflichtet, ein Konzept für den Wiederaufbau der Firma vorzulegen.

Diese Aktion soll nicht mit einer Verstaatlichung des Konzerns verwechselt werden, bei der dem Staaat mehr als 50 Prozent des Stromkonzerns gehören würde. Laut dem Zeitungsbericht möchte die Regierung bewusst die Verantwortung von Tepco hervorheben, indem der Konzern selber die Zahlungen vornehmen soll.

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(kgh/laf/tno/sda)