Der ägyptische Investor Samih Sawiris ist bekannt dafür, dass er lieber antizipiert als reagiert. Dies hat der Patron der Orascom Development Holding beim Tourismusprojekt in Andermatt den Skeptikern schon mehrmals demonstriert, so etwa mit der Ausnahme für die Lex Koller. Ein weiteres solches Beispiel ist der Lösungsansatz für die Problematik der drohenden kalten Betten.

Wie Recherchen der «Handelszeitung» ergeben haben, müssen 50% aller Zweitwohnungen pro Immobilienneubau von ihren Privatbesitzern untervermietet werden - insgesamt sollen es zuletzt 500 Objekte in 42 Häusern sein. Dies bestätigt Ursi Ineichen, Pressesprecherin der Orascom-Tochtergesellschaft Andermatt Swiss Alps. Wenn der Eigentümer seine Wohnung nicht selber nutzt, dann können Interessenten sie für ihre Ferien buchen. «Es ist unsere Absicht, dass der neue Dorfkern stets bevölkert ist», sagt Ineichen.

Im Fall des im Bau befindlichen Fünfsternhotels The Chedi Andermatt geht Sawiris einen Schritt weiter, um die Betten warm zu halten: Hier werden gemäss Ineichen alle der 120 zum Kauf stehenden möblierten sowie bedienten Objekte untervermietet, sobald sie nicht von den Eigentümern genutzt werden. Sie werden wie die 49 regulären Gästezimmer von der Hotelbetreiberfirma vermittelt.

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Weitere Häuser bald im Verkauf

Seit dem Verkaufsstart Ende April gingen 9 der 27 Wohnungen in den ersten beiden Häusern über den Tisch. Laut Ineichen laufen daher die Vorbereitungen, um in naher Zukunft zwei weitere Häuser mit einer ähnlichen Anzahl an Wohnungen für den Verkauf freizugeben. Mit dem Bau wird aber erst begonnen, wenn mehr als die Hälfte der Objekte pro Haus abgesetzt ist. Die ersten Eigentümer sollen im Herbst 2013 in Andermatt einziehen können.