AUTOMARKT SCHWEIZ.

Das wird auch Amag-Besitzer Walter Haefner (97) freuen: Nummer eins mit VW bei den Marken, Nummer eins – seit mittlerweile 32 Jahren – mit dem Golf bei den Modellen, dazu flotte Zuwachsraten von beispielsweise 21,7% bei Skoda und von gar 21,8% bei Porsche – der grösste Schweizer Autoimporteur zieht eine zufriedenstellende 2007er Bilanz. Zumal die Gruppe als Importeur der Marken Audi, Porsche, Seat, Skoda, VW (inklusive Nutzfahrzeuge), mit ihrem Retailgeschäft sowie den Leasing- und Serviceleistungen (Autovermieter Europcar und Parkhäusern in Zürich und Bern) den Totalumsatz um 600 Mio Fr. auf 4,1 Mrd Fr. steigerte. Parallel dazu wurde der Personalbestand auf 4525 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inklusive 685 Lernende) erhöht. Bei 22,6% liegt mit 66922 verkauften Autos (+8,5% gegenüber Vorjahr) mittlerweile der Marktanteil der Amag; in der gruppeninternen Rangliste führt VW mit einem gesamtschweizerischen Marktanteil von 11,1% vor Audi mit 5,5%, Skoda mit 3,2%, Seat mit 2,2% und Porsche mit 0,7%. Sukzessive nähert sich die Amag wieder ihrem Rekordjahr 2001 mit 73000 verkauften Fahrzeugen. Ziel wäre es denn auch, den Marktanteil bis 2010 auf 25% zu erhöhen. Morten Hannesbo, seit vergangenem August Managing Director des Importbereichs, setzt die Messlatte hoch und den Zeitraum zur Zielerreichung bis 2010 kurz: «Jedes vierte Auto wird die Amag importieren.»

2008 erstmals ohne Porsche

Wachstumspotenzial sieht der Däne Hannesbo zwar bei allen Marken, bewegen will er aber vor allem VW – etwa mit der Förderung des Flottengeschäfts und der Erhöhung des 4x4-Anteils –, dann aber auch Audi (hat erstmals 2007 gegen BMW den Kürzeren gezogen) und Skoda. VW sollte als stärkste hiesige Marke 12% erreichen. Hannesbo: «Die Steigerung des Marktanteils bis 2010 erreichen wir allerdings nur, wenn die Konjunktur mitmacht, unsere Produkte bei den Kunden ankommen, das Händlernetz optimiert und optimal ist und wir rundherum mit Kundenzufriedenheit glänzen.»Hannesbo verschweigt nicht, dass – nach 57 Jahren – das Wegfallen des Importgeschäfts von Porsche im Verlaufe des Frühlings zuerst kompensiert werden muss. Um die 280 Mio Fr. Importumsatz werden 2008 fehlen, auch wenn die Amag weiterhin über ihre Retailbetriebe unangefochten mit rund der Hälfte der Porsche-Neuimmatrikulationen bester hiesiger Verkäufer der Zuffenhausener Sportwagenmarke bleibt. Der Entscheid des Herstellers, das Geschäft zukünftig in Eigenregie zu führen, schmerzt; anderseits hat die Amag dank neuem Management in der VW-Konzernzentrale in Wolfsburg ihr vor nicht allzu langer Zeit angekratztes Image deutlich verbessert.