«Ende Oktober/Anfang November wollen wir an einer ausserordentlichen Generalversammlung den neuen Namen, die Strategie und die Grundzüge der Anlagepolitik bekannt geben», sagt Harald Pinger, seit 1. September CEO der Jelmoli Holding.

Die Prüfungen zur Abklärung für den neuen Namen beanspruchten mehr Zeit, da einige mögliche Namen bereits vergeben seien.

Aus dem Umfeld des Jelmoli-Verwaltungsrates ist zu hören, dass man sich vor allem als Stockpicker gezielt auf einzelne Titel konzentrieren wolle. Doch noch immer werde an der Strategie gefeilt. Das mag Pinger aber nicht bestätigen.

Solange die Immobilientransaktion nicht abgeschlossen und die Investmentstrategie nicht definitiv festgelegt sei, werde auch nicht über den Verkauf der übrig gebliebenen Detailhandels- und Gastroaktivitäten von Jelmoli diskutiert, erklärt Pinger. Dazu gehören die Restaurantkette Molino, die Fundgruben und das Sportgeschäft Beach Mountain. Nicht vom Verkauf betroffen sind Minderheitsbeteiligungen im Ausland und in der Schweiz, unter anderen Tivona, Parkings und die Seiler Hotels.

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Unzufriedene Altaktionäre

Der Immobilienverkauf an das Konsortium Blenheim Properties/Delek zu einem Preis von 3,4 Mrd Fr. soll bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. Diese Käufer haben bis Ende Jahr eine Option auf das Warenhaus Jelmoli Der Verkauf der Detailhandelskette Fust an Coop ist auf Ende November vorgesehen. Dann sollte der Entscheid der Wettbewerbskommission vorliegen.

Die Umwandlung des Immobilien- und Detailhandelskonzerns in eine Investmentgesellschaft gefällt nicht allen Aktionären. Einige möchten sich zu «einem fairen Preis» auszahlen lassen. «Mittelfristig wollen wir schauen, ob es Optionen gibt, die sinnvoll sind, um diesen Aktionären eine Ausstiegsmöglichkeit zu geben», sagt Pinger. Davon dürften wohl nur langfristige Aktionäre profitieren.

Der Konzern hat im 1. Halbjahr seinen Reingewinn auf 371 Mio Fr. mehr als versiebenfacht. Grund dafür ist ein Einmaleffekt aus Wertsteigerungen im Immobilienbesitz.