1. Home
  2. Unternehmen
  3. Jérôme Lambert wird neuer Chef von Richemont

Luxusgüter
Jérôme Lambert wird neuer Chef von Richemont

Jérôme Lambert
Jérôme Lambert war vorher Chef von Montblanc, jetzt übernimmt er die Leitung des Richemont-Konzerns. Quelle: Jeff Spicer/Getty Images

Richemont hat seinen neuen Chef in den eigenen Reihen gefunden: Jérôme Lambert. Er hat vorher Montblanc geleitet.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Als Richard Lepeu Richemont verliess, verzichtete der Konzern auf die Ernennung eines neuen Chefs und verteilte die Führung auf mehreren Schultern. Verwaltungspräsident und Mehrheitsaktionär Johann Rupert hatte im November 2016 auch die operative Leitung des Konzerns vom langjährigen Chef Richard Lepeu übernommen.

Jetzt hat Richemont einen neuen Chef bekannt gegeben – und dieser kommt aus den eigenen Reihen: Jérôme Lambert. Der neue Mann an der Spitze stand schon lange in der Gunst von Rupert. Im November letzten Jahres gab der Luxusgüterkonzern bekannt, dass Lambert der neuen Chief Operating Officer wird. Er war im vergangenen Jahr schon zum Head of Operations sowie zum Chef aller Nicht-Uhren- und Nicht-Schmuck-Marken im Konzern ernannt worden.

Sehr vielseitig

Damit war er als COO für das operative Geschäft aller Uhrenmarken verantwortlich, ausgenommen die Schmuckmarken Cartier und Van Cleef & Arpels. Zuvor war Lambert Chef von Montblanc und kam zu diesem Posten von Jaeger-Le-Coultre.

Eine hohe Vielseitigkeit hat der Mann, der als Sohn eines Schafzüchters in der Nähe von Besançon aufgewachsen ist und einen Schweizer Pass besitzt, schreibt die «Bilanz». Bei Jaeger-Le-Coultre und bei A. Lange & Söhne trieb er als CEO die Konstrukteure zu Höchstleistungen an und festigte als Technikfan den Ruf beider Manufakturen als Wiege komplizierter Uhrenmechanik.

Bei Montblanc, die er danach leitete, setzte er aber auch auf die Digitalisierung, lancierte eine Smartwatch oder Schreibwerkzeug, das Notizen elektronisch erfassen und abspeichern kann.

Mehr Umsatz

Zugleich gab Richemont auch die Zahlen bekannt: In den ersten fünf Monaten verbuchte Richemont dank einer starken Nachfrage nach edlen Uhren und Schmuck in Europa, Asien und Amerika ein Umsatzplus von währungsbereinigt 25 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Ein Großteil davon ging allerdings auf die Konsolidierung der Internet-Handelstochter Yoox-Net-A-Porter zurück. Akquisitionsbereinigt belief sich das Plus auf zehn Prozent.

(reuters/tdr)

Anzeige