Nach der französischen Grossbank Crédit Agricole betreibt auch der grössere Konkurrent Société Générale seinen Rückzug aus dem Griechenland-Geschäft.

Es gebe Gespräche über einen möglichen Verkauf der Société-Générale-Tochter Geniki an die griechische Piraeus Bank, teilte Frankreichs zweitgrösstes Geldinstitut in Paris mit.

Die Gespräche befänden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Dabei gehe es um die komplette Beteiligung von 99,1 Prozent, die die Franzosen an Geniki halten. Es sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die Piraeus Bank mit.

Mit dem Schritt folgt die Société Générale einem ähnlichen Versuch ihres Konkurrenten Crédit Agricole. Crédit Agricole versucht, sich in einem Kraftakt von ihrer griechischen Problemtochter Emporiki zu trennen.

Gerade erst musste sie Emporiki im Zuge der griechischen Staatsschuldenkrise mit 9 Milliarden Euro an frischem Kapital unter die Arme greifen. Ein Käufer ist noch immer nicht gefunden. Die Gespräche laufen auf Hochtouren, dürften aber laut Finanzchef Bernard Delpit noch einige Wochen dauern.

(chb/rcv/sda)

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