Die Schweizer Baumarkt-Kette Jumbo verstärkt ihr Engagement in der Sharing-Economy. Ende 2016 übernahm die Firma eine Minderheitsbeteiligung an der französischen Dienstleisterplattform Needelp. Über den Online-Dienst können Kunden private Hilfskräfte buchen, die Heimwerker- und Gartendienstleistungen anbieten.

Die sogenannten «Jobber» können den Preis dafür selber festsetzen; 20 Prozent der Auftragssumme geht an Needelp. Letzten Monat  startete Jumbo den Dienst in der Romandie.

Needelp kommt Ende 2017 in die Deutschschweiz

Jumbo-Chef Jérôme Gilg erhofft sich einiges vom neuen Engagement: «Es ist ein gutes Verkaufsargument, eine Ergänzung unserer Wertschöpfungskette – und die Chance, aus diesen Jobbern eine Community zu bauen.»

Als nächstes steht die Ausweitung des Dienstes auf dem Programm: «In der Deutschschweiz lancieren wir Needelp zum Ende des dritten Quartals 2017 in all unseren Filialen», sagt Gilg, «gleichzeitig mit unserem Online-Shop.»

Die Bohrmaschine als Star der Sharing Economy

Bereits seit letztem Jahr ist die Baumarktkette an der Sharing-Plattform Sharely beteiligt. Über diese können Jumbo-Kunden seit März 2017 Geräte ausleihen. In der Top Ten der meistvermieteten Geräte stehen Bohrmaschinen an erster Stelle. Gemäss Gilg ist das geschäftlich interessant: «15-mal vermieten ist so gut wie einmal verkaufen. Und ab der 16. Vermietung sogar ertragreicher.»

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