ENERGIETRIALOG. Am nächsten Montag, wenn in Baden in vertraulichem Rahmen die erste Veranstaltung des Vereins Energie Trialog Schweiz stattfindet, sind die Schweizer Industrie, die Energiewirtschaft sowie Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen prominent vertreten: Mit Jasmin Staiblin, CEO ABB Schweiz, Heinz Karrer, CEO Axpo-Holding, Peter Voser, CFO Royal Dutch Shell (und früherer CFO ABB), Kaspar Wenger, Chef Holcim Schweiz, Andreas Münch, Mitglied der Migros-Generaldirektion, Walter Gränicher, Chef Alstom Schweiz, Hans-Peter Fricker, CEO WWF Schweiz, sowie Ralph Eichler, ETH-Präsident. Sie gehören auch dem Vorstand des Trialog-Vereins an, den Peter Beyeler, Aargauer Regierungsrat, präsidiert. Rund 100 Personen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft nehmen teil.

Geld für drei Jahre

Am ersten (von drei geplanten) Treffen werden zehn Thesen diskutiert. Das Ziel: Wege finden für eine nachhaltige und wettbewerbsorientierte Energiepolitik. «Obschon die Trägerschaft breit abgestützt ist, die Ziele definiert sind und die Finanzierung für die nächsten drei Jahre gesichert ist, bleibt es ein Risikoprojekt», sagt Michel Geelhaar, operativer Leiter des Vereins und Partner der Beratungsfirma BHP Brugger und Partner aus Zürich. Der vertrauliche Rahmen soll innovatives und konstruktives Denken fördern. Geelhaar: «In zwei bis drei Jahren möchten wir mit Vorschlägen und Massnahmen an die Öffentlichkeit treten.»Das, obwohl die Energieunternehmen bereits neue Kernkraftwerke planen und Energieminister Moritz Leuenberger seine Vorstellungen für die Klimapolitik nach 2012 formuliert hat. Geelhaar relativiert: «Ob wir mit dem Energietrialog zu spät sind, ist schwierig zu sagen. Was sicher ist: Wir sind bei Entscheidungsträgern mit der Intitiative auf viel Goodwill gestossen.»