Die Schweizer Tochter der deutschen Privatbank Sal. Oppenheim baut im Brokerage Stellen ab. «Es ist richtig, dass es im Research und Sales im Sinne von Kostensenkungsmassnahmen leichte Anpassungen an die veränderte Marktsituation gegeben hat», bestätigt Markus Baumgartner, Mediensprecher von Sal. Oppenheim Schweiz, Informationen der «Handelszeitung». Mit acht Analysten sei die Bank aber weiterhin sehr gut aufgestellt. Zuvor bestand das Team aus rund einem Duzend Finanzanalysten.

Clariden Leu baut 25 Stellen ab

Auch die zur Credit Suisse gehörende Privatbank Clariden Leu hat im November 2008 25 Stellen abgebaut. «Das Marktumfeld hat sich in den letzten Monaten massiv verändert», begründet Mediensprecher Thomas Ackermann den Schritt. Vom Arbeitsplatzabbau betroffen ist der Bereich Products and Services, wo rund 400 Angestellte beschäftigt sind. Zu allfälligen weiteren Abbauplänen wollte Ackermann keine Stellung nehmen.

Julius Bär hat laut Sprecher Martin Somogyi bisher im Bereich strukturierte Produkte fünf Stellen zwecks Kapazitätsanpassungen abgebaut. Im 1. Halbjahr konnte der gesamte Mitarbeiterbestand um rund 4% gesteigert werden. Die Bank will den Personalbestand zurzeit etwa auf diesem Niveau halten. Doch generell können Kapazitätsanpassungen in einer schwierigen Marktsituation nie ganz ausgeschlossen werden.

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Sarasin hat schon seit längerem Teile des Brokerages verkauft und sieht in der verbliebenen Finanzanalyse für die eigenen Kunden keinen Handlungsbedarf. «Wir mussten in der ganzen Bank bisher keine Stellen abbauen und es ist auch kein Arbeitsplatzabbau geplant», sagt Sprecher Benedikt Gratzl. Doch die Bäume wachsen nicht in den Himmel: Der Aufbau von neuen Mitarbeitern an der Kundenfront sei von der weiteren Marktentwicklung abhängig, die Kosten würden genau beobachtet.

Vontobel hat bereits vor ein paar Monaten das Kostensparprogramm Shape lanciert (siehe «Handelszeitung» Nr. 37 vom 10. September 2008). Bisher haben wir im Rahmen von Shape allerdings keine Stellen abgebaut, sagt Sprecher Reto Giudicetti. Es wird schwieriger, die Stellen zu besetzen. «Der Antrag für die Neubesetzung einer frei gewordenen Stelle muss heute sicherlich gut begründet werden.»