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Jobabbau bei Credit Suisse, Goldman Sachs und Lloyds

Credit Suisse: Angeblich sollen 100 von 600 Stellen in London wegfallen. (Bild: Keystone)

Kein guter Tag für Angestellte in der Bankenbranche: Die Credit Suisse will offenbar 600 Stellen streichen. Die britische Bank Lloyds plant sogar 15'000 Streichungen. Die US-Investment-Bank Goldman Sa

Veröffentlicht am 30.06.2011

Die Credit Suisse (Aktienkurs CS) streicht Stellen in ihrer Investment-Bank. Wo und in welchem Umfang die Reduktion erfolgt, gab die Bank auf Anfrage nicht bekannt. In verschiedenen Medienberichten wurde der Abbau auf mehr als 600 Stellen geschätzt.

Gemäss der Finanznachrichtenagentur Bloomberg fallen mehr als 100 der 600 Stellen in London weg. Ende des ersten Quartals 2011 zählte die Investment Bank der Credit Suisse rund 20'800 Beschäftigte. Die «Handelszeitung» hatte bereits vor zwei Wochen über den geplanten Stellenabbau im CS-Investment-Banking berichtet.

Der Gewinn der Investment Bank war im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahresquartal um rund ein Viertel gesunken. Im Vergleich zum Schlussquartal 2010 konnte die Sparte ihren Gewinn hingegen mehr als verdoppeln.

Goldman Sachs muss Entlassungen anmelden

Auch Goldman Sachs plant, sich von Mitarbeitern zu trennen. Die US-Investment-Bank hat das Arbeitsministerium des Staates New York darüber informiert, dass man in den kommenden Monaten möglicherweise bis zu 230 Mitarbeiter entlassen will.

Im ersten Quartal war der Gewinn von Goldman Sachs (Aktienkurs Goldman Sachs) um 72 Prozent auf 908 Millionen Dollar eingebrochen. Der Rückgang war teilweise der Rückzahlung einer Finanzspritze von Warren Buffett geschuldet.

Private Arbeitgeber müssen nach geltendem Recht im Staat New York das Arbeitsministerium über geplante Massenentlassungen 90 Tage im Voraus informieren.

Lloyds will 15'000 Stellen abbauen

Die im Zuge der Finanzkrise teilverstaatlichte britische Bank Lloyds hat gar den Abbau von 15'000 Stellen angekündigt. Zudem sollen Kosten gesenkt und Bereiche verkauft werden.

Bis 2014 sollen Einsparungen von jährlich etwa 1,5 Milliarden Pfund erzielt werden. Dadurch würden rund zwei Milliarden Pfund frei, die zusätzlich in das zentrale Privatkundengeschäft investiert werden sollen. Lloyds will im Zuge der geänderten Strategie auch seine Präsenz im Ausland verringern.

Anleger nahmen die Ankündigungen positiv auf: Lloyds-Aktien legten in London im frühen Handel mehr als sechs Prozent zu.

(tno/laf/sda/awp)

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