2001 wurde der damalige Firmenchef Rolf Hüppi als Wegbereiter gefeiert: «Er ist einer der ersten auf dem begehrten Zukunftsmarkt China», bejubelte etwa die «Financial Times Deutschland» das 10-prozentige Engagement des noch unter dem Namen Zurich Financial Services firmierenden Versicherers an New China Life.

39 Millionen Dollar reichten damals für diesen Schritt aus – die Beteiligung wurde in der Folge ausgebaut. Vor rund einem Monat gab die Zurich Insurance einen Teilverkauf bekannt: 97,5 Millionen Aktien hätten einen Bruttoverkaufserlös von rund 283 Millionen Dollar in die Kasse gespült. Die Beteiligung an New China Life reduzierte sich laut Mitteilung vom 12. Juli auf 9,4 Prozent.

Sinosafe ist zehntgrösster Versicherer Chinas

«Zurich beabsichtigt, den Verkaufserlös wiederum in Asien zu investieren», wurde Regionenleiter Geoff Riddell im Communiqué zitiert. Das befeuert die Spekulationen um die seit Jahresbeginn zum Verkauf stehende Sinosafe General Insurance – den zehntgrössten Versicherer Chinas.

Laut Nachrichtenagentur Dow Jones soll Zurich zusammen mit der internationalen Sparte des US-Konzerns Liberty Mutual noch in dieser Woche ein endgültiges Gebot abgeben – ein Volumen von bis zu 1,7 Milliarden Dollar wird genannt.

Komplett- oder Teilverkauf?

Wie die Transaktion strukturiert wird, sei derzeit noch nicht klar: Ob die sich in Privatbesitz befindliche Sinosafe komplett oder nur teilweise verkauft werden soll, wird letztlich nicht nur vom Willen des Managements, sondern auch von demjenigen der chinesischen Kartellbehörde abhängig sein.

Die Chancen für Auslandskonzerne, sich in China einen Merheitsanteil an einem Versicherer zu schnappen, seien dünn gesät, so der Bericht.

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