Der US-Konzern Johnson & Johnson zeigt sich dank florierender Pharmageschäfte optimistischer für das Gesamtjahr. Durch den Verkauf neuer Arzneien wie dem Hepatitis-Medikament Olysio schnitt der Konzern im dritten Quartal besser ab als erwartet und hob seine Gewinnerwartung für das Gesamtjahr zum wiederholten Male an. Die Aktie drehte dennoch nach einem festeren Start in den New Yorker Handel wieder ins Minus.

Der Quartalsgewinn schnellte um knapp 60 Prozent auf 4,7 Milliarden US-Dollar in die Höhe, wie Johnson & Johnson mitteilte. Zu dem grossen Sprung trug unter anderem der Verkauf der Tochter Ortho Clinical Diagnostics bei. Ausserdem waren im Vorjahr hohe Belastungen angefallen.  Bereinigt um diese Effekte legte der Gewinn mit 4,3 Milliarden Dollar um beinahe zehn Prozent zu. Je Aktie ergab sich ein Wert von 1,50 Dollar - mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz verbesserte sich um gute fünf Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar.

Pharmageschäft punktet

Johnson & Johnson ist bekannt für Marken wie Bebe, Piz Buin oder o.b. Der Konzern macht aber das meiste Geld mit Pharmazeutika und Medizintechnik. Von den drei Sparten des Konzerns schnitt das Pharmageschäft im dritten Quartal am besten ab. Wachstumstreiber seien hier Neuerscheinungen wie Olysio und der Blutverdünner Xarelto gewesen, sagte Healthcare-Analystin Ashtyn Evans von Edward Jones.

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Johnson & Johnson hatte Olysio im vergangenen Jahr eingeführt. Im dritten Quartal steuerte das Hepatitis-Mittel bereits fast 800 Millionen Dollar zum Umsatz bei.

Grosse Konkurrenz

Das Wachstum dürfte allerdings nicht in dieser Stärke anhalten, denn schon scharren die Wettbewerber mit den Hufen. Vergangenen Monat hat ein Konkurrenzprodukt von Gilead Sciences die Zulassung erhalten.

Für das Gesamtjahr hob der Konzern dennoch seinen Ausblick an. Je Aktie soll der bereinigte Gewinn nun 5,92 bis 5,97 Dollar betragen. Zuvor hatte Johnson & Johnson sich nur 5,85 bis 5,92 Dollar zugetraut.

(awp/dbe/me)