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Arbeitszeit
Journalistenverband will gegen Tamedia vorgehen

Blick in die Redaktionsräume von Tamedia - dort wird die Pendlerzeitung «20 Minuten» erstellt.

Wegen angeblicher Verstösse gegen das Arbeitsgesetz will der Journalistenverband Impressum gegen Tamedia vorgehen. Demnach soll der Medienkonzern die Arbeitszeit in einigen Redaktionen nicht erfassen.

Veröffentlicht am 13.01.2014

Der Journalistenverband Impressum will gegen den Medienkonzern Tamedia wegen angeblicher Verstösse gegen das Arbeitsgesetz vorgehen. Die Organisation vermutet, dass in verschiedenen Tamedia-Redaktionen die Arbeitszeit des Personals nicht erfasst wird.

Auf der Redaktion der Zeitung «Tages-Anzeiger» sowie anderen Redaktionen würden die Arbeitszeiten der Journalistinnen und Journalisten nicht erfasst, heisst es in einer Mitteilung. Dies gehe aus Hinweisen hervor. Journalisten würden «regelmässig massiv überlastet».

Mangels Gesamtarbeitsvertrag in der Medienbranche gelte das Arbeitsgesetz, stellt impressum weiter fest. Demnach sei die Erfassung der Arbeitszeit zwingend. Dies sei wichtig, um eine Überlastung zu verhindern und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen.

Protest der Mitarbeiter

Wenn Tamedia die Erfassung nicht durchsetze, verstosse der Konzern gegen das Gesetz. Impressum will deshalb dem Arbeitsinspektorat der Stadt Zürich eine Anzeige überreichen. Die Organisation fordert Tamedia zudem auf, «die Arbeitssituation beim Tages-Anzeiger zu kontrollieren».

Beim «Tages-Anzeiger» hat die Zusammenlegung von Print- und Online-Redaktion zu Unmut geführt. 121 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter unterzeichneten im vergangenen November ein Protestschreiben an die Chefredaktion. Sie beklagten sich unter anderem über eine starke Arbeitsbelastung.

(sda/me/vst)


 

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