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Justiz
JP Morgan: Freikauf für 3 Milliarden Dollar?

JP Morgan Chase: Gegen die US-Bank wird in diversen Fällen ermittelt. (Bild: Bloomberg)

US-Behörden ermitteln an zahlreichen Fronten gegen das einstige Vorzeigeinstitut JP Morgan Chase – dieses bietet nun laut Medienbericht einen milliardenschweren Vergleich an.

Veröffentlicht am 25.09.2013

JP Morgan Chase könnte tief in die Tasche greifen, um die laufenden Ermittlungen der US-Behörden in einer ganzen Reihe von Fällen abzukürzen. Nach Informationen des «Wall Street Journal» bietet die New Yorker Grossbank rund 3 Milliarden Dollar in Vergleichsverhandlungen mit dem Justizministerium. Das Ministerium verlange aber Milliarden mehr, schrieb die Zeitung auf ihrer Internetseite unter Berufung auf eine eingeweihte Person.

Die Bank, die einst als Vorzeigeinstitut galt, kämpft derzeit an vielen Fronten. Unter anderem steht der Vorwurf von Betrügereien bei Hypothekenpapieren sowie beim Referenzzinssatz Libor im Raum. Wegen einer mutmasslichen Manipulation des US-Strommarkts zahlte JPMorgan unlängst 410 Millionen Dollar und wegen des Spekulationsdesasters um einen Londoner Derivatehändler mit Spitznamen «Wal von London» 920 Millionen Dollar.

Umfang unklar

Dem Bericht der Zeitung zufolge ist aber unklar, welche Streitfälle genau Gegenstand der Vergleichsverhandlungen zwischen der Bank und dem Justizministerium sind. Entsprechend ist auch unsicher, ob eine wie auch immer geartete Milliardenzahlung alle Probleme von JPMorgan Chase aus der Welt räumen würde. Jüngst hatte das Wall-Street-Haus seine Rücklagen für Rechtsstreitigkeiten um gut 1,5 Milliarden US-Dollar aufgestockt.

(awp/vst/rcv)

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