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Schwach
JP Morgan leidet unter US-Geldpolitik

Filiale von JP Morgan.   Keystone

Die US-Grossbank hat im ersten Quartal deutlich weniger verdient. Schuld ist vor allem die Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe durch die Zentralbank. Doch es gibt auch Positives.

Veröffentlicht am 11.04.2014

Der eingeleitete Ausstieg der US-Notenbank Fed aus der ultralockeren Geldpolitik hat die US-Grossbank JPMorgan im ersten Quartal stärker belastet als erwartet. Der Überschuss sackte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf knapp 5,3 Milliarden Dollar ab, wie das Institut in New York mitteilte.

Die Fed drosselt angesichts der Wirtschaftserholung in den USA seit Jahresbeginn ihre milliardenschweren Ankäufe von Staatsanleihen und Hypotheken-Papieren. Damit geht die Flut des extrem billigen Geldes allmählich zu Ende. Das liess bei bei JPMorgan die Erträge um 8 Prozent auf 23 Milliarden Dollar sinken, vor allem das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen und der Handel im Investmentbanking litten. Analysten hatten mit nicht so starken Rückgängen gerechnet.

Im Gesamtjahr erwarten die Experten dennoch einen kräftigen Gewinnanstieg. 2013 hatte die Beilegung mehrerer Rechtsstreitigkeiten den US-Branchenprimus 23 Milliarden Dollar gekostet, der Gewinn war deshalb um 16 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar zurückgegangen. Analysten gehen davon aus, dass damit die grössten Altlasten aus der Zeit vor der Finanzkrise beseitigt sind. Im ersten Quartal gab es etwa kaum noch Sondereffekte. Gegen die Rückgänge im operativen Geschäft stemmt sich JPMorgan mit einem im vergangenen Jahr gestarteten Sparprogramm, dem nach jüngsten Angaben 24.500 Stellen zum Opfer fallen sollen.

(awp/dbe/tke)

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