Der Handel mit Anleihen und Aktien hat der US-Grossbank JP Morgan im ersten Quartal Rückenwind verliehen. Das grösste Geldhaus der USA steigerte seinen Gewinn in den ersten drei Monaten um 12,2 Prozent auf 5,91 Milliarden Dollar, wie das Institut mitteilte.

Die Einnahmen kletterten um vier Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar. «Wir haben eine Zunahme im Anleihen- und Aktienhandel gesehen», erklärte Bankchef Jamie Dimon. Analysten hatten vor allem mit geringeren Einnahmen gerechnet. Die Aktie notierte an der Wall Street vorbörslich rund zwei Prozent im Plus.

Gutes Geschäft mit Anleihen

Die besonders wichtigen Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren stiegen im ersten Quartal um fünf Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar, wie JP Morgan weiter mitteilte. Traditionell platzieren viele Unternehmen zum Jahresauftakt ihre Anleihen und finanzstarke Fondsgesellschaften suchen nach Investitionsmöglichkeiten. Im vergangenen Jahr hatte JP Morgan noch unter der Flaute an den Anleihemärkten gelitten.

Anzeige

Ein Schatten in der Quartalsbilanz waren erneut Sonderbelastungen für Rechtsstreitigkeiten, die sich dieses Mal auf 487 Millionen Dollar summierten. JP Morgan hatte im vergangenen Jahr einer Milliarden-Strafe für ihre Rolle im Skandal um manipulierte Devisenkurse zugestimmt.

Diese Woche veröffentlichen auch die JP-Morgan-Rivalen Bank of America und Citigroup sowie die Investmentbank Goldman Sachs ihre Bilanzen. Die Deutsche Bank, die ein ähnliches Geschäftsmodell wie JP Morgan hat, folgt am 29. April.

(reuters/dbe/ama)