Die grösste US-Bank JP Morgan Chase hat sich kräftig verspekuliert. Seit Anfang April hat das Wall-Street-Institut rund zwei Milliarden Dollar bei riskanten Finanzwetten verloren.

Bankchef Jamie Dimon sah sich am späten Donnerstag gezwungen, persönlich die Anleger zu informieren. Die Verluste seien selbstverschuldet, sagte er in einer kurzfristig anberaumten Telefonkonferenz. «Es gab viele Fehler, Schlampereien und falsche Entscheidungen.» Derzeit werde untersucht, wie es genau dazu kommen konnte. «Das ist nicht die Art, wie wir unser Geschäft betreiben wollen», versicherte Dimon.

Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent. Derartige Fehlschläge sind die Börsianer von JP Morgan Chase nicht gewohnt. Die New Yorker Bank ist breit aufgestellt und das bestverdienende Kreditinstitut der Vereinigten Staaten. Im ersten Quartal lag der Gewinn bei unterm Strich 5,4 Milliarden Dollar.

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(muv/chb/sda)