Ihre zahlreichen Rechtsstreitigkeiten machen der US-Grossbank JP Morgan weiter zu schaffen. Das Institut erklärte am Montagabend (Ortszeit) in New York, im laufenden Quartal zusätzlich mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar für mögliche Schadensersatzansprüche zurückzulegen.

«Diese neuen Reserven decken eine Reihe unterschiedlicher Fälle ab, von denen einige zuletzt in den Medien waren», sagte Finanzchefin Marianne Lake bei einer Investorenkonferenz. Sie räumte ein, dass sich der Gegenwind zuletzt verstärkt hat. «Es gab in den vergangenen Wochen ein Crescendo von Aktivitäten und wir reagieren darauf, wo es sinnvoll ist.»

In den USA laufen diverse Ermittlungen 

JPMorgan gilt eigentlich als einer der grossen Gewinner der Finanzkrise. Doch inzwischen drohen zahlreiche Rechtsstreitigkeiten den Ruf des Instituts zu beschädigen. Das Risiko aus laufenden Klagen gegen die Bank bezifferte das Institut im Juli auf 6,8 Milliarden US-Dollar. Seit 2011 hat JPMorgan fast 8 Milliarden Dollar für die Beilegung von Rechtsfällen gezahlt.

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In den USA laufen derzeit Ermittlungen gegen die Bank wegen mutmasslicher Betrügereien im Energiehandel und im Geschäft mit Hypothekenpapieren. Zudem werden Zwangsvollstreckungen und die Geldwäschevorkehrungen geprüft.

(awp/moh/vst)