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JP Morgan wegen Madoff-Skandal vor Vergleich

Bernard Madoff. Madoff nutzte JPMorgan rund 20 Jahre lang für seine Geschäfte. (Bild: Keystone)

Die US-Bank JP Morgan Chase hat rund zwei Jahrzehnte mit Bernard Madoff Geschäfte gemacht. JPMorgan soll über die Jahre aber beim Schneeballsystem weggesehen haben.

Veröffentlicht am 12.12.2013

Im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal um den inhaftierten Ex-Makler Bernard Madoff steht die US-Bank JP Morgan Chase vor einem Milliardenvergleich. Wie Insider sagten, verhandelt der Finanzkonzern mit US-Ermittlern und -Aufsichtsbehörden über eine Strafe von zwei Milliarden Dollar. Demnach würde die damalige Hausbank Madoffs eingestehen, die Behörden trotz Warnsignalen nicht informiert zu haben. JPMorgan äussert sich zunächst nicht dazu.

Schneeballsystem verursachte einen Milliarden Dollar

Madoff nutzte die Bank rund 20 Jahre lang für seine Geschäfte. Mit einem über Jahrzehnte betriebenen Schneeballsystem verursachte der Finanz- und Börsenmakler einen Schaden von 65 Milliarden Dollar und wurde im Jahr 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt. JP Morgan wird vorgeworfen, bei Madoffs Geschäften weggesehen zu haben - oft um mehr Gebühren und Provisionen zu kassieren.

Auf Millionenzahlung geeinigt

JPMorgan hatte sich erst im November mit den US-Behörden wegen anderer Vorwürfe auf die Zahlung von 13 Milliarden Dollar geeinigt. Bei diesem Vergleich ging es um Hypotheken, die das Institut vor der Finanzkrise in Wertpapieren bündelte und an Investoren verkaufte. Nach dem Ende des US-Immobilienbooms wurden viele Papiere praktisch wertlos. JPMorgan wird vorgeworfen, Anleger hinters Licht geführt zu haben.

(reuters/tke)

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