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Finanzindustrie
JP Morgan will bei «hartem» Brexit ernst machen

JP Morgan
JP Morgan: London verliert wegen Brexit an Attraktivität.Quelle: Keystone

Wenn Grossbritannien den Zugang zum EU-Binnenmarkt verliere, werde die US-Grossbank Tausende Jobs auslagern, so der Chef.

Veröffentlicht am 25.01.2018

Die US-Bank JP Morgan könnte wegen des Brexit mehr als 4000 Jobs aus Grossbritannien abziehen. Dies wäre bei einem «harten» Brexit der Fall, bei dem das Vereinigte Königreich den Zugang zum EU-Binnenmarkt verliert, sagte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon am Donnerstag in einem BBC-Interview am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Das wäre der grösste Wegzug von Mitarbeitern eines einzelnen Unternehmens im Zusammenhang mit dem Ausstieg Grossbritanniens aus der EU.

Massiver Umzug der Finanzindustrie

Einer Umfrage von Thomson Reuters zufolge könnten bei einem harten Brexit rund 10'000 Arbeitsplätze der britischen Finanzindustrie in andere Staaten verlagert werden. Dimon hatte direkt nach dem Brexit-Referendum 2016 den Umzug von etwa 4000 Mitarbeitern prognostiziert. Im April 2017 teilte er in einem Brief an die JP-Morgan-Anleger mit, dass die Zahl wohl darunter liegen werde.

(reuters/gku/mbü)

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