JP Morgan Chase muss wegen der mutmasslichen Manipulation des US-Strommarkts tief in die Tasche greifen. Die grösste Bank der USA zahlt im Rahmen eines Vergleichs mit der Aufsichtsbehörde FERC insgesamt 410 Millionen Dollar an Strafe und Gewinnabschöpfung.

Die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) gab die Einzelheiten des Vergleichs in Washington bekannt. Die Behörde stritt sich seit Monaten mit JP Morgan Chase um den Fall. Der Bank hatte eine Strafe von bis zu 470 Millionen Dollar gedroht. Nach Ansicht der Behörde hatten Mitarbeiter einer Tochterfirma von JP Morgan Chase die Preise an den Strommärkten in Kalifornien sowie im Mittleren Westen zwischen 2010 und 2012 zu ihrem Vorteil beeinflusst.

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JP Morgan Chase bestätigte den Vergleich. Die Bank räumte dabei aber weder eine Schuld ein noch bestritt sie die Vorwürfe. Die FERC verlangte jüngst von Barclays in einem ähnlichen Fall die Rekordsumme von fast 488 Millionen Dollar. Die Deutsche Bank hatte sich zu Jahresbeginn mit den US-Aufsehern auf die Zahlung von 1,7 Millionen Dollar geeinigt. Dem Institut war eine Marktmanipulation in wesentlich kleinerem Rahmen vorgeworfen worden.

(muv/tno/sda)