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Luftfahrt
Ju-52 darf vorerst nicht mehr fliegen

ARCHIVBILD ZUM FLUGVERBOT FUER DIE JU-52 MACHSCHINEN DER JU-AIR, AM DIENSTAG, 20. NOVEMBER 2018 - Zwei Propellermaschinen des Typs JU-52 ueberfliegen nach ihrem gescheiterten Versuch, die Welt zu umfliegen, kurz vor ihrer Landung am Freitag, 12. Mai 2000 in Duebendorf den Walensee. Das Unternehmen ist an der Weigerung der russischen Behoerden gescheitert, den Flugzeugen eine Landeerlaubnis fuer Sachalin zu erteilen. (KEYSTONE/Kurt Daetwyler)
Ju-52: Angelegenheit für Nostalgiker. Quelle: Keystone

Die Fluggesellschaft Ju-Air ist ab sofort gegroundet. Der Bund verbietet den beiden Fliegern vorläufig das Abheben.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat per sofort ein Flugverbot für die zwei in Dübendorf stationierten Ju-52 verfügt. Die Untersuchung der am 4. August 2018 abgestürzten Maschine dieses Typs habe «schwerwiegende» strukturelle Schäden im Bereich der Flügelholme ergeben, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag.

Die Schäden konnten bei normalen Wartungsarbeiten und Inspektionen nicht festgestellt werden, so das Bazl weiter. «Sie stehen nach heutigem Kenntnisstand in keinem Zusammenhang mit dem Absturz vom 4. August.» Die technischen Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.

Unfallursache noch unklar

Am 4. August ist eine Ju-52 oberhalb von Flims abgestürzt. Beim Unfall starben allen 20 Insassen des knapp 79-jährigen Nostalgieflugzeuges. Es handelt sich um drei Besatzungsmitglieder und 17 Passagiere des Fluges von Locarno-Magadino TI nach Dübendorf ZH. Die Maschine wurde vollständig zerstört. Einen Drittschaden gab es, abgesehen von geringen Flurschäden, nicht.

Die genaue Absturzursache ist noch unklar. Ende August wurde ein Vorbericht zum Unfall publiziert. Dieser hält einzig fest, dass die Unglücksmaschine offenbar in einer spiralförmigen Flugbahn zu Boden ging. Das Flugzeug sei auf einem nordöstlichen Kurs in den Talkessel südwestlich des Piz Segnas bei Flims eingeflogen.

(ise)

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