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Julius-Bär-Aktionäre winken alles durch

Boris Collardi: Hat die Anteilseigner hinter sich. Keystone

Die Generalversammlung der Bank Julius Bär war für die Führungsequipe ein problemloser Anlass: Sämtliche Vorschläge wurden von den Aktionären akzeptiert. Die verwalteten Vermögen sind geschrumpft.

Veröffentlicht am 15.04.2015

An der Generalversammlung der Julius Bär Gruppe AG haben die Aktionäre allen Traktanden und Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt.

Der Jahresbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2014 wurden somit genehmigt. Die geplante Ausschüttung von rund 224 Millionen Franken «Reserven aus Kapitaleinlagen» kann damit erfolgen. Der Betrag entspricht einer Ausschüttung von 1 Franken pro Namenaktie. Die Ausschüttung wird spesenfrei ab 21. April 2015 ausbezahlt.

Allen Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung wurde für das Geschäftsjahr 2014 Décharge erteilt, auch der maximale Gesamtbetrag der Vergütung des Verwaltungsrates für die kommende Amtsdauer (GV 2015 – GV 2016) wurde genehmigt. Ebenso genehmigt wurden für die Geschäftsleitung  der Gesamtbetrag der variablen Barvergütungselemente für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2014, der Gesamtbetrag der variablen anteilsbasierten Vergütungselemente, die im laufenden Geschäftsjahr 2015 zugeteilt werden, sowie der maximale Gesamtbetrag der fixen Vergütung für das kommende Geschäftsjahr 2016.

Der Vergütungsbericht 2014 wurde in einer Konsultativabstimmung gutgeheissen, als Revisionsgesellschaft amtet auch nächstes Jahr wieder die KPMG AG aus Zürich.

26 Milliarden weniger

Der starke Franken hat bei der Privatbank Julius Bär vorübergehend zu einem deutlichen Rückgang der verwalteten Vermögen geführt. Ende Januar lagen die Vermögen einer Schätzung zufolge rund 26 Milliarden Franken tiefer als einen Monat vorher, sagte Konzernchef Boris Collardi auf der Generalversammlung. Der Rückgang habe Bär auch Erträge gekostet.

Die Aufgabe der Anbindung des Frankens an den Euro führte Mitte Januar zu einer sprunghaften Verteuerung des Frankens zu Euro, Dollar und anderen Währungen. Weil der grösste Teil der Kundengelder in Fremdwährungen angelegt ist, führte dies zu sinkenden verwalteten Vermögen. Inzwischen hat sich der Franken allerdings wieder abgeschwächt. Ende 2014 beliefen sich die von Bär verwalteten Vermögen auf 291 Milliarden Franken.

(chb/reuters)

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