Die Schweizer Bankengruppe Julius Bär steht laut dem Wirtschaftsnachrichtendienst «Bloomberg» kurz vor einer Einigung über den Kauf des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank-of-America-Tochter Merrill Lynch ausserhalb der USA. «Bloomberg» beruft sich dabei auf zwei mit der Sache vertraute Personen.

Der Deal könnte demnach schon am 13. August verkündet werden, heisst es weiter. Zurzeit würden die letzten Details verhandelt, der Deal könnte aber immer noch scheitern. Julius-Bär-Sprecher Jan Vonder Muehll wollte weder gegenüber Bloomberg noch gegenüber «Handelszeitung Online» Stellung nehmen.

Am 19. Juni hatte die Schweizer Privatbanken-Gruppe mitgeteilt, dass sie mit der Bank of America Corporation über eine entsprechende Übernahme verhandelt. Allerdings befinde man sich in einer frühen Phase der Verhandlungen und der Ausgang sei völlig offen, hiess es.

Der US-Fernsehsender CNBC berichtete damals, Julius Bär könnte zwischen 1,5 und 2 Milliarden Dollar für den Kauf zahlen.

Nach Ansicht von HSBC-Analysten würde diese Übernahme für Julius Bär wenig strategische Vorteile bieten: Der Firmenwert von rund 2 Milliarden Franken stehe im Vergleich zum Buchwert von 2,4 Milliarden Franken bei Bär, so die Analysten im Juni gemäss Bloomberg. Ein möglicher Zukauf in der Schweiz mache angesichts von Einsparpotenzialen strategisch eher Sinn.

(tno/laf)