Bei der Privatbank Julius Bär soll der seit langem ersehnte Abschluss des US-Steuerstreits näherrücken. Vertreter der Bank würden sich noch vor Jahresende mit dem US-Justizdepartement (DoJ) treffen, schreibt die Zeitung «Finanz und Wirtschaft» am Freitag auf ihrem Onlineportal. Das lasse auf eine Einigung noch im laufenden Geschäftsjahr hoffen. Eine Sprecherin von Julius Bär wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Julius Bär hatte im Sommer dieses Jahres 350 Mio USD für den angestrebten Vergleich im Steuerstreit mit den USA zurückgelegt. Das Institut gehört zu den sogenannten «Kategorie 1-Banken», gegen die bereits seit längerer Zeit ein Strafverfahren in den USA läuft. Zu diesen gehören unter anderen auch die Zürcher und die Basler Kantonalbank sowie Pictet.

70 Banken haben Steuerstreit beigelegt

Von den Kategorie 2-Banken, die sich im Rahmen des Steuerprogramms mit den US-Behörden einigen, haben im laufenden Jahr derweil knapp 70 von insgesamt um die 100 Instituten ihre Situation in den USA bereinigt. Zuletzt hatte das DoJ am Donnerstagabend eine Einigung mit der Postfinance, der Bordier & Cie Switzerland und der PBZ Verwaltungs AG (PBZ) vermeldet.

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(awp/me)