Für Boris Collardi ist klar: «In der heutigen Zeit begnügen sich unsere Kunden nicht mehr mit der Sicherheit und den Leistungen des traditionellen Private Banking», sagt der Chef von Julius Bär. Darum lanciert die Schweizer Privatbank eine Online-Handelsplattform. Man reagiere so auf die veränderten Kundenbedürfnisse, so Collardi. Das neue Produkt nennt sich Julius Bär Market Link.

Das neue Angebot ist eine Online-Handelsplattform mit einem Angebot von über 20'000 Instrumenten. Die Kunden von Julius Bär können mit Market Link Anlageklassen wie Aktien, Devisen, Edelmetalle und Rohstoffe an verschiedenen Börsen auf der ganzen Welt handeln. Angeboten wird es sowohl für Computer als auch für Smartphones. Man ergänze so das bestehende E-Banking-Angebot, schreibt Julius Bär in einer Medienmitteilung. Dieses sei vor allem für den Zahlungsverkehr und gelegentliche Barüberweisungen geeignet.

Nicht für alle offen

Neben dem reinen Handel bietet Julius Bär Market Link auch Zugriff auf erstklassige Analysetools und ermöglicht eine anlageklassenübergreifende Margenberechnung. Ein Service Center in der Schweiz, unterstütze Kunden der Bank während verlängerter Bürozeiten bei plattformbezogenen Fragen, so Julius Bär.

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Für jedermann ist das neue Angebot indes nicht. Market Link richte sich an «aktive, handelsorientierte Privatkunden» schreibt die Bank. Und um bei ihr aufgenommen zu werden, braucht man ein Vermögen von mehrerer Hunderttausend Franken.