Nach den starken Verlusten der Vortage dürfte die Schweizer Börse am Freitag höher starten. Händler setzen auf eine Erholung, nachdem die Wall Street nach Börsenschluss in Europa frühe Verluste nahezu wettmachen konnte. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent höher mit 9099 Punkten. Der SMI-Future notierte ebenfalls um 0,2 Prozent fester bei 8941 Zählern. Am Vortag war der Leitindex um 1,1 Prozent gefallen.

Neben dem Jemen-Konflikt steht am Freitag eine Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen zur Geldpolitik im Mittelpunkt. Anleger erhoffen sich von ihren Äusserungen Hinweise auf den Zeitpunkt einer Zinserhöhung. Firmennachrichten sind dünn gesät.

Amazon scharf auf Richemont-Tochter

Der Onlineversandhändler Amazon prüft einem Medienbericht zufolge eine Expansion in den Onlinehandel mit Luxuswaren. Der US-Konzern erwäge den Kauf der Richemont-Tochter Net-a-Porter, meldete das Magazin «Forbes» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Gespräche seien noch nicht weit fortgeschritten und könnten auch scheitern.

Der Uhrenkonzern Swatch zeigt sich nach der weltgrössten Uhren- und Schmuckmesse Baselworld optimistisch. Es sehe nach einem Umsatzwachstum am oberen Ende der in Aussicht gestellten Spanne von fünf bis zehn Prozent aus, sagte Konzernchef Nick Hayek in einem Interview der «Neuen Zürcher Zeitung». Einer Partnerschaft mit Google oder Intel erteilte Hayek eine Absage. Vorbörslich wurden die Swatch-Aktien um ein Prozent höher indiziert.

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Sika kauft zu

Der Bauchemiehersteller Sika übernimmt zu einem ungenannten Preis den Fliesenklebstoff- und Mörtelhersteller Construction Technologies Australia mit einem Jahresumsatz von rund 22 Millionen Franken.

(reuters/ise/ama)