Eine Grossübernahme hat der Schweizer Privatbank Julius Bär 2013 starkes Wachstum beschert. Die verwalteten Vermögen kletterten um 34 Prozent auf 254 Milliarden Franken, wie der grösste börsennotierte reine Vermögensverwalter des Landes mitteilte. Der bereits übernommene Teil des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank of America/Merrill Lynch steuerte 53 Milliarden Franken bei. Das Wachstum aus eigener Kraft war deutlich geringer.

Unter Analysten-Erwartungen

Der Neugeldzufluss erreichte vier Prozent und lag damit am unteren Rand des mittelfristigen Ziels von vier bis sechs Prozent. Der Gewinn kletterte um 19 Prozent auf 480 Millionen Franken. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Gewinn von 495 Millionen Franken und verwaltetem Vermögen von 255 Milliarden Franken gerechnet.Das enttäuschende Jahresergebnis hat die Aktien von Julius Bär belastet. Die Titel des Vermögensverwalters verloren in einem festeren Markt 2,6 Prozent auf 42,90 Franken.

In den kommenden Monaten sollen schrittweise weitere Teile von Merrill Lynch integriert werden. Bär hatte ursprünglich damit gerechnet, dass Vermögen von insgesamt 57 Milliarden bis 72 Milliarden zu der Bank fliessen. Das Institut geht nun davon aus, dass dieser Wert zum Ende des Integrationsprozesses Anfang 2015 am unteren Rand der Spanne liegen dürfte.

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(reuters/chb)