1. Home
  2. Unternehmen
  3. Julius Bär schliesst Commerzbank-Deal ab

Übernahme
Julius Bär schliesst Commerzbank-Deal ab

Julius Bär: Die Bank hat in Luxemburg den Commerzbank-Deal besiegelt. Keystone

Julius Bär hat die Commerzbank-Tochter in Luxemburg nun endgültig geschluckt. «Gewisse» Vermögenswerte übernehmen die Privatbankiers aber nicht.

Veröffentlicht am 04.07.2016

Die Vermögensverwalterin Julius Bär hat den im Dezember 2015 angekündigten Kauf der Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL) abgeschlossen. Das erworbene Unternehmen werde in Zukunft unter dem Namen Bank Julius Baer Luxembourg tätig sein. Die Einheit werde vom ehemaligen CISAL-CEO geleitet.

Wie Julius Bär am Montagabend mitteilt, verzeichnet CISAL mit heutigem Datum rund 2,5 Milliarden Euro an verwalteten Vermögen und beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Den Übernahmepreis von 78 Euro, darin seien 35 Millionen an regulatorischem Kapital eingeschlossen, habe man in bar entrichtet, so Julius Bär. Der Restrukturierungs- und Integrationsaufwand wird auf rund 20 Millionen Euro veranschlagt.

Mehr Eigenkapital

Im Dezember 2015 - als die Transaktion angekündigt wurde - war noch von «knapp» 3 Milliarden Euro verwalteten Vermögen die Rede und von einem Kaufpreis in Höhe von «rund» 68 Millionen Euro.

Der Kaufpreis bleibt im Endeffekt aber der gleiche, betonte eine Sprecherin der Privatbank auf Anfrage von AWP. Der Unterschied liege darin, dass man das Eigenkapital der CISAL mit 10 Millionen Euro mehr unterlegt habe, als ursprünglich geplant. Daher habe sich der Anteil des regulatorischem Kapitals am Kaufpreis von 25 Millionen auf 35 Millionen Euro erhöht.

«Gewisse» Gelder abgelehnt

Die tieferen verwalteten Vermögen liessen sich mit verschiedenen Faktoren erklären, so die Sprecherin weiter. Einerseits habe man während der Due-Diligence-Prüfung beschlossen, «gewisse» Vermögenswerte nicht zu übernehmen. Zudem seien Währungsverschiebungen in den letzten sechs Monaten zu berücksichtigen sowie die im Vergleich zum Dezember 2015 schwächeren Aktienmärkte, was den aktuellen Wert der Assets ebenfalls geschmälert habe.

(awp/chb)

Anzeige