Die Julius Bär Gruppe könnte laut einem Zeitungsbericht im US-Steuerstreit um unversteuerte Vermögen mit einer geringeren Busse davon kommen als bisher erwartet. Als Grund nennt das «Wall Street Journal» in einem Bericht, dass der Schweizer Vermögensverwalter den US-Behörden offenbar freiwillig Informationen in diesem Zusammenhang angeboten habe.

Laut den Quellen des US-Blattes hat der Julius-Bär-Verwaltungsrat bereits 2009 versucht, dem US-Justizdepartement Details im Zusammenhang mit der Angelegenheit zukommen zu lassen, die Bank sei dann aber von den Schweizer Behörden zurückgepfiffen worden.

Aktie reagiert positiv

Laut dem Blatt dürfte ein Entscheid über eine Busse in den nächsten zwei Monaten fallen. Analysten rechnen mit einem Betrag von bis zu 900 Millionen Dollar für das Verfahren, das 2011 angefangen hat.

Julius Bär gehört zu den gut einem Dutzend sogenannten Kategorie 1 Banken, gegen die bereits seit längerer Zeit ein Strafverfahren in den USA läuft; davon hat erst die Credit Suisse vor rund einem Jahr den Fall abgeschlossen. Zur Gruppe 1 gehören neben Julius Bär unter anderem auch die ZKB, die Basler Kantonalbank und Pictet.

Die Aktie von Julius Bär reagiert vorbörslich positiv auf die Nachricht und wird in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt rund 1 Prozent höher gestellt.

(awp/tno/ama)