Der Kurs der Aktien der Bank Julius Bär ist am Mittwoch auf den höchsten Stand in der Firmengeschichte geklettert. Händler machen wieder erwachte Spekulationen rund um ein mögliches Interesse seitens der Credit Suisse für das starke Kaufinteresse verantwortlich.

Bis Börsenschluss stieg der Kurs der Julius Bär-Titel um 2,7 Prozent auf 50,95 Franken. Am Nachmittag war der Aktienkurs zwischenzeitlich bis auf 52,15 Franken geklettert.

Wechsel bei CS-Spitze befeuert Gerüchte

Marktbeobachtern zufolge sind die Gerüchte nicht neu. Schon seit Monaten werde im Berufshandel von einer möglichen Annäherung zwischen Julius Bär und der Credit Suisse gesprochen.

Mit dem Wechsel an der Konzernspitze habe die Schweizer Grossbank diesbezüglich neues Öl ins Feuer gegossen. Denn eine strategische Neuausrichtung nach dem Vorbild der UBS sei nicht ohne eine Verstärkung des Wealth Management möglich, hiess es.

Teurer Brocken

Im gleichen Atemzug wird allerdings auf den noch offenen Vergleich von Julius Bär im Steuerstreit mit den USA verwiesen. Dieser koste die Zürcher Bank im ungünstigsten Fall gut eine Milliarde Franken und bleibe für einen möglichen Interessenten ein Unsicherheitsfaktor.

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Auch aufgrund der mittlerweile stolzen Bewertung müsse ein Käufer bei Julius Bär ziemlich tief in die Tasche greifen, stellten Händler fest.

(sda/dbe/ama)