Gegen die Privatbank Julius Bär ist gemäss einem Bericht der Online-Publikation «Finews» beim Bezirksgericht Zürich eine Klage der deutschen Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) eingegangen. Bei dem Rechtsstreit geht es laut dem Bericht um Gelder in der Höhe von 135 Millionen Euro aus Geldern der ehemaligen DDR.

Ein Sprecher von Julius Bär hatte  auf Anfrage der AWP allerdings noch keine Kenntnis vom Eingang einer Klage in dieser Angelegenheit. Die Bank hatte den Rechtsstreit mit der BvS bereits im Juli im Halbjahresbericht 2014 publik gemacht und die strittige Summe damals mit 110 Millionen Franken plus seit 2009 aufgelaufene Zinsen beziffert. Julius Bär wehre sich aber weiterhin «vehement» gegen die Forderungen, sagte der Sprecher.

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Nicht autorisierte Geldbezüge

Beim Streit geht es um die ehemalige Bank Cantrade. Diese hatte laut der deutschen Behörde zwischen 1989 und 1992 nicht autorisierte Geldbezüge von dem Konto einer vormaligen DDR-Aussenhandelsgesellschaft zugelassen.

Julius Bär hatte die Bank Cantrade 2005 von der UBS übernommen. Die Zürcher Privatbank sieht auf Grund des damaligen Kaufvertrags deshalb auch die rechtlichen Risiken nicht bei ihr selbst, sondern bei der UBS.

(awp/dbe/ama)