Julius Bär beendet die Geschäfte in Panama und Peru. Das berichtet die Wirtschaftsagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Schritt sei Teil einer grösseren strategischen Überprüfung der Bank in Lateinamerika.

Das Geschäft steht unter Leitung von Regionalchefin Beatriz Sanchez und verwaltet Kundengelder in der Höhe von 40 Milliarden Franken. Julius Bär hatte das Business mit reichen Kunden in Lateinamerika in den letzten Jahren massiv ausgebaut.

Prozess in den USA

Der Ausstieg kommt nach einer Welle von hochrangigen Abgängen in der Region. Die Einheit war wegen einem Prozess in den USA ins negative Licht geraten. Ein früherer Banker des Vermögensverwalters hat sich vor einem US-Gericht der Geldwäscherei schuldig bekannt. 

Der 44-jährige deutsche Staatsbürger räumte ein, an einem milliardenschweren Fall in Zusammenhang mit Geldern beteiligt gewesen zu sein, die vom venezolanischen Ölkonzern PDVSA veruntreut worden waren, wie das US-Justizministerium in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Der Banker hatte bei Julius Bär in Panama gearbeitet. Die Bank selber wollte den Bericht nicht kommentieren.

(gku)

Anzeige