Die Förderagentur für Innovation des Bundes (KTI) unterstützt in der Schweiz auch das Unternehmertum. Dafür wurde 1996 das CTI-Start-up-Label ins Leben gerufen. Es richtet sich an angehende Jungfirmen aus dem Bereich «new technology based companies», so Martin A. Bopp, Ressortleiter Start-up-Förderung bei der KTI in Bern. «Bei den neuen Firmen handelt es sich jeweils gut zur Hälfte um Spin-offs von Universitäten und Hochschulen bzw. aus der Industrie.»

Imposante Überlebensrate

Bis heute wurden über 1500 nationale Projekte durch die KTI geprüft. Per 30. Juni 2008 haben 178 Unternehmensgründer bzw. Jungunternehmer das CTI-Start-up-Label erhalten. Davon sind 154 noch aktiv im Geschäft, sprich erst 24 mussten in den vergangenen zwölf Jahren ihren Betrieb einstellen. Dies ergibt eine stolze Überlebensrate von 87%. Im 1. Halbjahr 2008 haben sich 51 Firmen für das CTI-Start-up-Label beworben (1. Halbjahr 2007: 50). Neun Firmen wurden im 1. Halbjahr 2008 mit dem CTI-Start-up-Label ausgezeichnet (1. Halbjahr 2007: Zehn). 1996 waren es erst drei Start-ups.

Nicht nur die Überlebensrate der Start-up-Firmen ist imposant, sondern auch die bislang geschaffenen Arbeitsplätze: Gegen 4000 waren es seit dem Start vor zwölf Jahren. 2007 gab es über 500 neue Stellen (+30%). «Ich rechne damit, dass diese Zahl weiter schneller als linear wachsen wird», sagt Bopp. Seinen Schätzungen zufolge haben alle Label-Firmen im 1. Halbjahr 2008 an die 380 Arbeitsplätze geschaffen. Die detaillierten Zahlen teilen die Start-ups jeweils erst per Ende Jahr mit. Ebenso das generierte Risikokapital: 2007 waren es total 579 Mio Fr. (+130%).

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Immaterielle Unterstützung

Was bietet die KTI den Start-ups? Eine Jungfirma benötige vier Grundlagen für den Erfolg: Know-how, Stehvermögen, finanzielle Mittel sowie professionelle Leute. Die KTI vermittele diese Schlüsselelemente durch Innovationsförderung, Wissenstransfer und Weiterbildung. Besonders wichtig sind laut Bopp die 40 externen Coaches, welche die Start-ups begleiten. «Sie haben selber mal eine Firma gegründet.» Die KTI unterstützt die Start-ups aber nicht finanziell. Die Förderung entspricht gemäss Bopp jedoch einem materiellen Wert von circa 25000 Fr. «Jeder Coach wendet an die 200 Arbeitsstunden pro Firma auf.»

Wie wird man ein CTI-Start-up? Die Antwort der KTI: «Sie stehen unmittelbar vor der Firmengründung oder Sie haben Ihre Firma bereits gegründet. Jetzt gilt es, die Strategie zur Eroberung der Märkte zu erarbeiten sowie Kunden und Geldgeber von Ihrem Projekt zu überzeugen. Dann ist CTI-Start-up die richtige Anlaufstelle. Nach dem Coaching können Sie sich um das Label bewerben. Dieses bestätigt, dass Ihre Firma bereit ist für nachhaltiges Wachstum.»