Ein besonderes Geburtstagsgeschenk bekamen die Veranstalter des 40. St. Gallen Symposiums, SGS: Jeweils um die Mittagszeit donnerten sechs Kampfjets der Patrouille Suisse über den Rosenberg. Zu denen, die das Spektakel nicht geniessen konnten, gehörten Bundespräsidentin Doris Leuthard und der Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann. Sie eilten von Session zu Session und hatten nur Zeit für einen kurzen Handshake. Leuthard diskutierte unter anderem mit der Aussenministerin der Vereinigten Arabischen Republik, Sheika Lubna, und der Vorzeigeministerin aus dem Sarkozy-Kabinett, Christine Lagarde, über die Rolle des Staates in einer von der Krise geschwächten Wirtschaft. Lagarde, wegen der Griechenlandkrise über Video präsent, sagte, wenn «Lehman Brothers» «Lehman Sisters» geheissen hätten, wäre das Debakel nicht passiert!

Stets von Journalisten umringt war Nestlé-CEO Paul Bulcke. Er gönnte sich nur ein Laugenbrötchen und sagte: «Schreiben Sie, dass es grossartig ist, was die Studenten da auf die Beine gestellt haben.» Und weg war er. Andreas Jacobs, VRP von Barry Callebaut, referierte darüber, dass ein erfolgreiches Unternehmen die Professionalität einer börsenkotierten mit der langfristigen Denkweise einer familiengeführten Firma paaren sollte. Ein Thema, das auch Robert Peugeot aus der gleichnamigen Autodynastie ausleuchtete.

Leichtes Spiel hatte der ehemalige Spitzenbotschafter Thomas Borer, der Samih Sawiris in die Mangel nehmen musste; der kommunikationsfreudige Investor war ein Publikumsmagnet. Das gilt auch für den Supersportwagenbauer Christian von Koenigsegg. Er bannte die Zuhörer mit seiner Geschichte, wie er bereits als Fünfjähriger Sportwagen zusammenbastelte; ein Exemplar aus seinem Haus kostet heute rund 1 Mio Euro!

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Joe Ackermann suchte trotz Zeitnot seinen ehemaligen Professor Christoph Binswanger auf, der sagte: «Schade, dass er nicht bei mir als Assistent blieb, er war der Beste.» SGS-Mitbegründer Bénédict Hentsch und Holcim-VR Wolfgang Schürer ernteten nur Lob, auch von Ulrich Bremi: «Es ist schön, mit jungen Leuten zusammen zu sein, die keine Angst vor der Zukunft haben.»