Lange Zeit war der Platz verwaist. Am Stadtrand von Zürich, entlang der Sihl, standen einzig noch die Mauern einer Papierfabrik, die vor Jahren ihre Tore geschlossen hatte. Allein der zähe Wille von Peter Steiner, Chef des damals noch familieneigenen Generalunternehmens Karl Steiner, sorgte dafür, dass neues Leben auf das brachliegende Gelände kam. Gemeinsam mit dem Architekten Theo Hotz entwickelte er das Konzept für ein modernes Einkaufszentrum, das Arbeiten, Wohnen, Shopping, Kultur und Freizeit unter einem Dach vereint.

Sihlcity, eine Stadt in der Stadt, bietet seit drei Jahren nicht nur 80 Verkaufsgeschäfte, neun Kinosäle, ein Kulturhaus und eine Kirche, das Center verfügt mit dem «Four Points» auch über ein gehobenes Viersternehotel, das einen wesentlichen Akzent auf Tagungen und Kongresse setzt. Damit wurde für Zentrumsleiter Philipp Schoch der ursprüngliche Gedanke des Urban Entertainment realisiert: «Sihlcity ist mehr als nur Einkaufen.»

Tagungsräume als Prunkstück

Das Hotel ist zwar ins Shoppingcenter integriert, befindet sich aber nicht im gleichen Gebäudekomplex. Dank einem Franchisevertrag mit Starwood firmiert das Haus als «Four Points by Sheraton». Die Anbindung an eine internationale Hotelkette zahlt sich über entsprechende Reservationen für die 132 Zimmer und Suiten aus: 70% der Gäste stammen aus dem Ausland, davon der Löwenanteil aus den USA, Grossbritannien und Deutschland. Die Starwood-Gruppe verfügt in jedem Land über Verkaufsleute, die sich speziell des MICE-Geschäfts annehmen.

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Das Prunkstück des Hauses sind die zwei obersten Stockwerke mit den Tagungsräumen. Ob im kleinen Boardroom oder im grossen Konferenzsaal, die komplett verglaste Aussenfassade schafft nebst viel Licht auch freie Sicht auf den Flusslauf, die Piazza oder den Uetliberg. «Das mediterrane Ambiente spricht unsere Gäste an», sagt Sandra della Rocca, General Manager des «Four Points». Die zentrale Lage, bequem erreichbar mit Bus, Tram, Zug und Auto, hat das Businesshotel zum beliebten Meeting-Standort für Firmen, Verbände und Organisationen gemacht.

Viele Dienste auf engem Raum

Der Fokus auf Tagungen wurde nicht zufällig gewählt: Zürich verfügt über zu wenig Veranstaltungsräume, ausgestattet mit der modernsten Technik. Die Kongressteilnehmer schätzen den unentgeltlichen Zugang zum Wireless Local Area Network ebenso wie Audio-Video-Einrichtungen, die ausschliesslich auf Flachbildschirmen basieren. Das «Four Points» im Einkaufszentrum Sihlcity war für die 1996 gegründete US-Muttergesellschaft das schweizerische Pionierprojekt. Das Konzept dieser jungen Hotelkette stützt sich auf ein qualitativ hoch stehendes Angebot in einer ungezwungenen Art. «Bei uns geht es lockerer zu als in einem klassischen Fünfsternehotel», umschreibt Sandra della Rocca den Stil des «Four Points Sihlcity». Eine junge Kundschaft im Alter zwischen 30 und 50 Jahren schätzt vor allem den schnellen Service.

Wer im «Four Points» tagt, hat die vielfältigsten Dienstleistungen auf engstem Raum. Braucht der Hotelgast eines neues Hemd oder einen Anzug, findet er im Einkaufszentrum ein hochwertiges Angebot. Bei der Standortwahl war es wichtig, dass sich im Shoppingcenter nicht nur Discount-Läden einmieteten. Auch die kulinarische Vielfalt ist ein Pluspunkt: Nebst dem hauseigenen Restaurant Rampe Süd stehen 14 Gastrobetriebe vom Take-away-Stand bis zum Gourmetlokal zur Verfügung. Für die Tagungsgäste werden auch Rundgänge durch das teils unter Denkmalschutz stehende Areal organisiert. In den benachbarten Kinosälen finden zudem Preisverleihungen oder spezielle Filmvorführungen statt. Das Center Management leitet Anfragen an die jeweiligen Verantwortlichen in den einzelnen Sparten von Sihlcity weiter. Das weitläufige Wellness-Zentrum im Hotel wird insbesondere von den fitnessbewussten Geschäftsreisenden genutzt. Beliebt sind bei den Konferenzveranstaltern auch Ausflüge auf den Uetliberg oder Schifffahrten auf dem Zürichsee.

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Die Kunden stammen überwiegend aus dem Grossraum Zürich. Rund vier Fünftel entfallen auf das Corporate-Segment, das wesentlich zum Umsatz beiträgt. Die Leute aus dem Sales Office besuchen regelmässig die Tagungsverantwortlichen in Firmen und bei Verbänden. Ergänzt wird der persönliche Kontakt mit spezifischen Kundenanlässen. Das Verkaufsteam setzt zur Neugewinnung von Veranstaltungen auf das Internet und ist in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter präsent. Auch der direkte Draht zu den Geschäftsleuten wird gepflegt: Jeden Mittwochabend findet eine After Work Party statt, die im Business-Distrikt ein sehr gutes Echo findet. Auch für die jeweiligen Seminargäste ist dies eine zusätzliche Attraktion.