Rückschlag für die Hauptaktionärin des schweizerisch-deutschen Stahlkonzerns Schmolz+Bickenbach: Die Gesellschaft der Unternehmensgründer, die Schmolz+Bickenbach KG (S+B KG) aus Düsseldorf, darf an der Generalversammlung am kommenden Freitag trotz eines Aktienanteils von 40,46 Prozent nur mit 20,46 Prozent stimmen. Dies entschied das Handelsgericht des Kantons Zürich mit einer vorsorglichen Massnahme, wie Schmolz+Bickenbach am Montagabend mitteilte. 

Die restlichen 20 Prozent sind in einen Aktionärsbindungsvertrag mit dem zweitgrössten Aktionär Gebuka eingebunden. Die Gesellschaft, die in Besitz von Schmolz+Bickenbach-Verwaltungsrat Gerold Büttiker ist, hat gemäss dem Communiqué ihr Vetorecht auf diese 20 Prozent ausgeübt.

Sie reagierte damit auf die Ankündigungen der mit der Beteiligungsgesellschaft Renova des russischen Investors Viktor Vekselberg verbündeten S+B KG, anlässlich der Generalversammlung auf jeden Fall die gesamten 40,46 Prozent der Stimmen ausüben zu wollen. Gebuka unterstützt die Anträge des Verwaltungsrates und lehnt die Anträge der Hauptaktionärin ab. 

Das Handelsgericht bezeichne es als glaubhaft, dass durch vertragswidrig vertretene Stimmen der S+B KG die legitimen Interessen der Gebuka «in nicht leicht wieder gutzumachender Weise tangiert werden könnten», so die Mitteilung. Deshalb sei es der KG verboten, die entsprechenden Aktien an der Generalversammlung zu vertreten beziehungsweise vertreten zu lassen.

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(muv/tno/sda)