E-Zigaretten-Hersteller Juul aus den USA kommt in die Schweiz  Der US-E-Zigaretten-Hersteller Juul mit Sitz in San Francisco kommt gemäss Recherchen der «Handelszeitung» nach Zug. Juul Labs Switzerland ist laut Handelsregister seit 24. September eingetragen. Unter anderem geht es um den Vertrieb «elektrischer Verdampfer von Pflanzenmaterial, herunterladbarer Software für Mobilgeräte zur Verwendung mit einem oralen Verdampfer» sowie die «Fernanpassung der Verdampfertemperatur» auf elektronischem Weg.


Bereits im April hat das Unternehmen in Bern die Eintragung der Marke beantragt. Seit mehreren Monaten wartet Juul auf das Okay des Markenregisters aus der Bundeshauptstadt. Die Sache zieht sich, weil es Beanstandungen gab. Welcher Art, das ist nicht bekannt. Die Anwälte von Juul äussern sich dazu nicht. Vom Markenregisteramt heisst es: «Wir prüfen inhaltlich und formell, ob etwa gesetzliche Schutzausschlussgründe bestehen.»  

 

FDA-Razzia in San Francisco

 

Parallel zu den neuen Aktivitäten von Juul in der Schweiz ist die Firma aus Kalifornien an seinem Hauptsitz mit einer Razzia der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA konfrontiert. FDA-Beamte haben mehr als tausend Dokumentenseiten sichergestellt, um die umstrittenen Marketingpraktiken des Startups unter die Lupe zu nehmen. Juul ist in den USA seit Monaten im Fokus, Jugendliche und Minderjährige mit seinen Nikotin- und Dampf-Produkten zu umwerben.

 

Das Thema allgemeingültiger und gesetzlich geregelter Altersbeschränkungen für den Konsum von Rauchwaren beschäftigt auch die heimische Industrie. Diese stimmte bisher nur einem landesweit gültigen Kodex auf freiwilliger Basis bei E-Zigaretten zu. Und zwar so lange, bis das neue Tabakproduktegesetz in Kraft ist, welches auch E-Zigaretten regeln soll. Derzeit befindet sich das neue Gesetz in der Vernehmlassung. Ab Mitte 2022 soll es in Kraft treten.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

Jetzt abonnieren
Anzeige